Porsche · Digitale Pressemappe

1988 bis 1993
Übergangsjahre
Übergangsjahre
Le Mans 1988. 17: Porsche 962 C LH mit Hans-JoachimStuck, Klaus Ludwig und Derek Bell, 2. Pl. Ges.kl.
962 C: Konzentration auf den Formelsport – Kunden stark mit dem bewährten „Flügelauto“
Die Entwicklung und der Einsatz eines Motors und Formel-Rennwagens für die amerikanische CART-Serie wurde 1987 begonnen und bindet auch 1988 erhebliche Kapazitäten. Aber in Le Mans will die Werksmannschaft mit dem sieben Jahre alten Fahrzeugkonzept 962 C gegen die hochmoderne Konkurrenz vom Schlage des Jaguar XJR 9 LM noch einmal antreten. Drei 962 C des Werksteams werden nach Le Mans geschickt.. Hans-Joachim Stuck holt die Pole Position und wird im Rennen die schnellste Runde drehen. Stuck teilt die Cockpitarbeit mit Derek Bell und Klaus Ludwig. Der Porsche führt das Rennen an als Klaus Ludwig versucht, bei brennender Reserve-Warnleuchte zwei Extrarunden zu drehen. Er rettet den 962 C mit Hilfe des Anlassers an die Boxen und verliert zwei Runden. Später wird das Auto von einem verstopften Benzinfilter aufgehalten. Nach 24 Stunden gewinnt ein Jaguar mit ganzen zwei Minuten und 37 Sekunden Vorsprung auf Stuck, Bell und Ludwig, die Zweite vor einem 962 C von Joest Racing werden. Acht Porsche 962 C fahren in die Top Ten. Aber der Sieg Nummer 13 lässt auf sich warten.

Das Werk bringt 1989 keinen Wagen an den Start, aber Porsche ist durch Kundenteams mit 17 Exemplaren des 962 C stark repräsentiert. Sowohl Ingenieure als auch Mechaniker des Werksteams unterstützen die Kunden im Wettkampf gegen die Sportwagen zahlreicher anderer namhafter Hersteller. Hans-Joachim Stuck und Bob Wollek können nach einigen Stunden mit einem 962 C von Joest Racing die Führung übernehmen, als die zunächst sehr schnellen Jaguar Probleme bekommen. Der Bayer und der Elsässer führen mit zwei Runden, als in der Nacht eine Wasserleitung bricht. Ihre Aufholjagd auf die nun an der Spitze fahrenden Mercedes wird am Sonntagvormittag von Öl auf der Kupplung eingebremst. Am Ende fahren Stuck und Wollek hinter zwei Mercedes auf den dritten Platz.

Während das Werk sich 1990 weiter auf die amerikanische CART-Serie konzentriert, sind Porsche-Kunden mit 20 Exemplaren des 962 C überaus stark vertreten. Jaguar bringt vier Werkswagen an den Start. Nissan, Toyota und Mazda schicken ebenfalls Werksabordnungen in das Departement Sarthe. Bis in die letzte Rennstunde bleibt ein Porsche des Teams von Walter Brun mit Oscar Larrauri, Jesus Pareja und dem Teameigner auf Podiumskurs, liegt zeitweise gegen die Werkswagen in Führung, als der 962 C nach 23 Stunden und 46 Minuten mit einem Motorschaden ausrollt. Ein 962 C des japanischen Alpha Racing Teams mit Tiff Needell, David Sears und Anthony Reid fährt auf den dritten Gesamtrang vor Stuck, Bell und Frank Jelinski im Porsche von Joest Racing.

Bei Porsche-Motorsport sind jetzt alle Kräfte auf das neue Formel 1-Projekt gebündelt. Die 962 C der Kundenteams bringen 1991 ein schwergewichtiges Handicap an den Start: Nach den neuen Regeln der Weltmeisterschaft, die auch in Le Mans Anwendung finden, müssen diese Turbo-Rennwagen nun mindestens 1.000 Kilogramm wiegen. Entsprechend besteht kaum eine Chance auf eine Top-Platzierung. Hans-Joachim Stuck, Derek Bell und Frank Jelinski sind auf Platz sieben mit einem Rennwagen von Joest Racing das bestplatzierte Porsche-Team. Es gewinnt ein Mazda mit Wankelmotor – und dem Getriebe eines 962 C.

Wieder wird 1992 das Reglement modifiziert. Der Veranstalter reduziert die zulässige Treibstoffmenge für Gruppe C-Rennwagen um fast 20%. Ohne die Entwicklungsarbeit des Werks, wo der Motorsport nach dem Ende des Formel 1-Engagements neu ausgerichtet wird, haben die Kundenteams jetzt mit ihren 962 C kaum eine Aussicht auf vordere Plätze. Der 962 C K6 von Porsche-Kremer mit John Nielsen, Giovanni Lavaggi und Manuel Reuter kommt als bester Porsche auf Platz sieben.

Zum letzten Mal sind 1993 die Rennwagen der „Gruppe C“ am Start, jener Formel, in der der 962 C seine größten Erfolge feierte und zum Rekordsieger in Le Mans wurde. Kundenteams bringen die inzwischen vom Konzept her über ein Jahrzehnt alten 962 C gegen brandneue World Sports Cars an den Start. Der Wagen von Obermaier Racing auf Platz sieben ist der bestplatzierte „Klassiker“ in diesem Jahr. Das „Le Mans Porsche-Team“ des Werks hat einen seriennahen 911 Turbo S Le Mans GT vorbereitet, der mit Hurley Haywood, Hans-Joachim Stuck und Walter Röhrl der Schnellste in seiner Klasse ist, bis ein Unfall in der Nacht die aufsehenerregende Fahrt beendet.

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