Porsche · Digitale Pressemappe

1994 bis 1998
Drei Konzepte, vier Gesamtsiege
Drei Konzepte, vier Gesamtsiege
Rennen Le Mans 1994; Mauro Baldi, Yannick Dalmas und Hurley Haywood auf Porsche Typ 962 Dauer Le Mans GT; 1. Platz im Gesamtklassement
Dauer 962 LM-GT – Porsche TWR WSC 95 – 911 GT1 – 911 GT1 98: Überraschungssieg für cleveren GT – Spyder nach Renovierung unschlagbar – Der erste Mittelmotor-Elfer – Triumph beim Jahrhundertrennen
Für 1994 gibt es neue technische Regeln. Le Mans Prototypen, Le Mans GT1 und Le Mans GT2 – das sind die neuen Klassen in der Reihenfolge der erwarteten Performance. Die Porsche-Ingenieure lesen das Regelbuch intensiv und finden heraus: der 962 C kann modernisiert und modifiziert als Le Mans GT1-Rennwagen zugelassen werden, denn es existiert die geforderte straßenzugelassene Version: der Dauer 962. Bei Porsche entsteht der Dauer 962 LM-GT mit glattem Unterboden, dem erforderlichen Mindestgewicht von 1.000 Kilogramm und schmaleren Reifen (14 statt 16 Zoll). Im Visier hat Porsche den Sieg in der GT1-Klasse. Es kommt ganz anders: Eine Stunde vor Schluss führt ein Toyota-Prototyp – dahinter die beiden Dauer 962 LM-GT des Werks! Da verschwindet der Toyota zu einer Getriebereparatur in den Boxen – und der 13. Gesamtsieg für Porsche ist perfekt. Es gewinnen Yannick Dalmas, Mauro Baldi und Hurley Haywood. Der zweite Porsche mit Hans-Joachim Stuck, Thierry Boutsen und Danny Sullivan kommt auf Platz drei hinter dem Toyota-Sportprototypen in das Ziel. Auf dem Weg zum Erfolg verzeichnet Thierry Boutsen einmal eine deutlich erhöhte Adrenalinausschüttung, als er bei 300 km/h in der Tertre Rouge-Kurve schlagartig in pechschwarzer Nacht fährt, weil seine erstmals eingesetzten Xenon-Lichter kurzzeitig den Geist aufgeben.

Das Werk prüft 1995 die Möglichkeiten eines Sportwagen-Engagements in den USA und nimmt eine Auszeit in Le Mans, wo Hans-Joachim Stuck, Thierry Boutsen und Christophe Bouchut einen Kremer K8 Spyder von Kremer Racing als besten Porsche auf den sechsten Gesamtrang fahren. Der Spyder wird, genau wie der zweitplatzierte Courage C34 mit Bob Wollek, Eric Hélary und Mario Andretti, von einem Motor des Typs 935 angetrieben, der auch im 962 C Verwendung fand.

Porsche und die Porsche-Kunden melden sich 1996 mit Siegen in allen Klassen zurück. Reinhold Joest hat vom Werk die beiden für 1995 vorgesehenen TWR WSC 95 Sportprototypen übernommen, modifiziert und mit Hilfe der Weissacher die Aerodynamik auf eigene Kosten optimiert. In dem Kohlefaser-Monocoque arbeitet unter der Kohlefaser-Kunststoff-Karosserie ein alter Bekannter: es ist der Dreiliter-Turbo des 962. Manuel Reuter, Alexander Wurz und Davy Jones gewinnen mit diesem Porsche die Gesamtwertung. Bei den LM GT1 als der höchsten Gran Turismo-Klasse erweist sich der brandneue 911 GT1 mit einem Doppelsieg als unschlagbar. Hans-Joachim Stuck, Bob Wollek und Thierry Boutsen gewinnen im ersten 911 mit Mittelmotor vor Karl Wendlinger, Yannick Dalmas und Scott Goodyear. Zugleich fahren die beiden Elfer auf die Gesamtränge zwei und drei. Das deutsche Roock Racing-Team gewinnt mit einem 911 GT2 die Klasse LM GT2.

Reinhold Joest und sein Team überarbeiten mit Hilfe des Werks einen der 1996 erfolgreichen Porsche TWR WSC 95 für den Start 1997 noch einmal. In Weissach werden auch die 911 GT1 als Beinahe-Sieger des Vorjahres weiter verfeinert. Der Porsche TWR WSC 95 und die GT1 starten klar in der Favoritenrolle. Bob Wollek führt am Sonntagmorgen im 911 GT1, als um 7:45 Uhr eine Antriebswelle bricht und der Wagen in die Leitplanke einschlägt. Kein Sieg für Bob, auch nicht bei seinem 30. Start. Nach 22 Stunden liegt der zweite 911 GT1 klar in Führung, als eine Öllleitung bricht und der Motorraum Feuer fängt. Ralf Kelleners steigt unverletzt aus, aber das Rennen ist beendet. Der Porsche TWR WSC 95 von Joest Racing hatte den beiden Werkswagen fast über die ganze Distanz einen beherzten Kampf angetragen. Jetzt ist der Prototyp vorne und gewinnt mit Michele Alboreto, Stefan Johannson und Tom Kristensen. Es ist bereits der vierte Sieg für Joest – und der 15. für Porsche.

Um im Wettkampf der Prototypen siegfähig zu bleiben, baut Porsche für 1998 einen von Grund auf neuen Rennwagen. Der 911 GT1 ‘98 verfügt über das erste bei Porsche entwickelte Kohlefaserchassis. Der 3,2-Liter-Doppelturbo liegt – wie beim 911 GT1 – vor der Hinterachse. Porsche sieht sich der sehr starken Konkurrenz von Mercedes sowie Toyota gegenüber. Toyota hat ausschließlich für dieses Rennen einen Prototypen maßgeschneidert. Auch BMW, Nissan, Ferrari und McLaren haben starke Rennwagen an den Circuit des 24 Heures gebracht. Das Rennen spitzt sich zu einem Duell Porsche gegen Toyota zu. Am Sonntagmorgen sieht es nach einem Erfolg für das japanische Auto aus, als in Allan McNishs Auto eine Wasserleitung bricht. Wenig später rumpelt Jörg Müller durch eine Schikane und beschädigt den Unterboden. Beide Porsche stehen etwas mehr als eine halbe Stunde an den Boxen. Der Toyota übernimmt die Führung, krankt allerdings an Getriebeproblemen. 90 Minuten vor dem Ziel liegt McNish noch 44 Sekunden hinter dem Toyota. Fünf Minuten später meldet McNish am Funk, dass der Toyota am Streckenrand steht. Ein Duell auf Biegen und Brechen ist nach knapp 23 Stunden beendet. Doppelsieg für Porsche mit Allan McNish, Laurent Aiello und Stéphane Ortelli vor Jörg Müller, Uwe Alzen und Bob Wollek. Ein willkommener und hart erkämpfter Erfolg zum 50. Geburtstag der Sportwagenmarke Porsche.

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